Bericht von der DRV-Gemeinschafts-Wanderfahrt Ruhr & Rhein mit dem Kirchboot Decke Pitter vom 01.04.-04.04.2019

Ruderer auf Römer-Spuren
Von der Ruhr in Wetter über Essen, Mülheim nach Duisburg, Wesel, Xanten und Emmerich

Der Rudersport hat viele Facetten, denn neben dem Rennrudern und dem Breitensport auf heimischen Gewässern ist das Wanderrudern in nah und fern eine besonders beliebte Form des meist mehrtägigen Ruderns. Das Wanderrudern hat auch bei der Sportgemeinschaft Demag Tradition, so fand gerade eben die Wanderfahrt „Ruhr und Rhein“ vom 1. bis 4. Mai statt.

Nach dem Start in Wetter wurde das Kirchboot “Decke Pitter“ in Essen-Heisingen eingesetzt.

Über den Baldeneysee ging es nach Kettwig. Nach der Mittagspause im Mülheimer Stadthafen ruderten die 18 Teilnehmer weiter über Raffelberg nach Duisburg. An den Ruhrstaustufen erforderten die fünf Schleusenvorgänge jeweils zusätzliche Aufmerksamkeit.

Während der Schleusung trugen alle Ruderinnen und Ruderer zur Sicherheit Rettungswesten. Besonders erwähnenswert, der freundliche Service der jeweiligen Schleusenmeister des Ruhrverbandes. Die erste Wanderfahrt-Etappe endete nach 42 Ruderkilometern mit dem Erreichen des Steges der Homberger Rudergesellschaft im Schutzhafen bei Rhein-KM 781.

Der Landdienst brachte die 18 Aktiven zum Standquartier, dem Hotel Spiekermann in Xanten, wo dann ab 20 Uhr ein Buffet auf die hungrigen Mäuler wartete.

Die 2. Etappe führte über 36km von Homberg über Dinslaken nach Wesel. Leider konnte die Mittagspause nicht wie geplant stattfinden, daher wurde nur ein kurzer Zwischenstopp für dringende Bedürfnisse eingelegt. Bei der RTG Wesel wurde das Kirchboot dann an einem Liegeplatz fest gemacht und die Ruderer machten sich wieder auf nach Xanten. Dort wartete die gebuchte Domführung auf sie. Nach einem Restaurantbesuch endete der Abend mit einer Partie auf der Hotel-Kegelbahn.

Auf der dritten 3. Etappe ging es in flotter Fahrt vom Hafen Wesel bei Km 817 auf dem Rhein in Richtung Rees, wo der Landdienst im gegen überliegenden Hafen den Holzkohlegrill zum Glühen gebracht hatte. Nach Würstchen und Salaten ging es am frühen Nachmittag wieder auf den Niederrhein. Bis Emmerich waren noch 18km zu rudern, dann stand die nächste Stadtführung an.

Der „Klompengang“ begann im Tourismusbüro mit einem Umtrunk “wie von alters her“ mit Zinklöffeln geschöpft und geschlürft. Nachdem alle Klompen (Holzschuhe) passend zu ihren Füßen gefunden hatten, klapperten die Teilnehmer brav hinter unserer alt-niederrheinisch gewandeten Führerin die Sehenswürdigkeiten der Stadt ab.

Die Ruderinnen und Ruderer erfuhren dabei viel über frühere Zeiten und die ursprüngliche Bedeutung vieler alter Redewendungen wurde erklärt. Natürlich erfolgte anschließend in Emmerich noch ein Restaurantbesuch. Das VITAS an der Rhein-Promenade hatte nicht nur reserviert und nett eingedeckt, sondern auch für jeden Geschmack ein passendes und tolles Gericht. Zurück im Hotel reichte dem ein oder anderen erst ein Absacker für die nötige Bettschwere.

Mit dem Auschecken aus dem Hotel beginnt die 4. und letzte Etappe. Ein großes Dankeschön an das überaus freundliche Personal. Eine prima Küchenleistung sowie das an allen Tagen hervorragende Frühstückbuffet im Hotel Spiekermann waren einfach klasse.

In Emmerich gab es noch einen kleinen Plausch mit dem Hafenmeister, der sicherlich nicht alle Tage solch ein Ruderboot als Übernachtungsgast hat. Nach mehreren 100 m Hafenkanal war die Crew wieder auf dem Rhein. Es waren zwar jetzt nur 10 km bis zum Abzweig in den Griethauser Altrhein zu rudern, jedoch lag vor dem Boot praktisch über der gedachten Grenze nach Holland eine schwarze Wolkenwand. Es war nicht auszumachen, ob die damit verbundenen Regensäulen stiegen oder fielen. Die Bootsbesatzung vervollständigte ihre Regenkleidung und ruderte mit “Halber Kraft“ auf das Unwetter zu. Doch kurz vor Erreichen der Front verzog sich diese etwas Richtung Südwesten und das Boot und die Besatzung wurde zum Glück vor dem Schlimmsten bewahrt.

Ruderpause im ruhigen Altrhein wurde es richtig gemütlich. Entspannung bei im Liegen und Sitzen an der Bordwand statt auf den Rollsitzen. Dann gab DER mit den grauen gewebten Haaren das Kommando „fertig werden – alles Vorwärts – LOS! Geruhsam ließen die Ruderinnen und Ruderer die letzten 5 Kilometer an sich vorbei ziehen.

Dann kamen das Ziel der Wanderfahrt, das schwimmende Bootshaus der Klever-Segel-Gemeinschaft und die Slipstelle mit den zwei Bussen in Sicht.

Nach dem Anlanden wurde unter Anfeuerungen der diversen zuschauenden Aktiven das Kirchboot am Windenhaken auf den Anhänger gezogen, geschafft . Auf dem Gelände des Clever Ruderclubs wurde das Kirchboot natürlich noch gewaschen und war dann irgendwann auch abreisefertig. Danach machten sich es die Aktiven zum Abschluss im Clubraum des CRC mit kleinem Buffet sowie Kaffee & Kuchen gemütlich, Herbert überreichte ein Präsent an den Fahrtenleiter. Nach einem letzten Umtrunk erfolgte noch der traditionelle Flaggentausch Clever Ruderclub – Sportgemeinschaft Demag. Elisabeth hat noch einen schönen Eintrag ins Gästebuch des CRC geschrieben.

FL KOU